Missbrauch


geschrieben von: Angie am 22.01.2015

Hallo Zusammen!

Auch ich weis noch nicht so wirklich wie ich anfangen soll. Es ist schwer Hilfe in meiner Region zu bekommen. Ich habe in meiner Kindheit einen sexuellen Missbrauch erlebt. Die Person war also jemand der ich als Kind 100 Prozentig vertraut habe. Auch meine Eltern vertrauten uns ihn an. Wir waren oft in den Ferien dort. Dies änderte sich nach 6 Wochen Sommerferien bei mir Schlagartig. Die Übergriffe waren in den 6 Wochen mehrfach. Ich habe es lange Zeit verdrängt aber in der Pubertät kamen die ersten Probleme. Mitlerweile habe ich eine 7 jährige Beziehung hinter mir die dank meiner Vergangenheit endetete. Mein Ex Freund kam mit meiner Vergangenheit und dadurch mit dem Problem wenige Sex zu haben sehr schlecht zu recht und betrog mich. Mitlerweile bin ich seit drei Jahren wieder in einer Beziehung. Allerdings merke ich auch hier dass das noch immer vorhandene Problem unsere Beziehung belastet. Hinzu kommt das ich gerne eine kleine Familie hätte aber das ist momentan sehr schwierig. Ich brauche eine Therapie und wendete mich vor einem Jahr an einer Beratungsstelle. Leider hörte meine Beziehungstherapeutin auf und ich verlor eine mir wichtige Bezugsperson. Mir wurde auch angeraten in eine Klinik zu gehen da es in meiner nähe Therapeutisch nicht sehr rosig aussieht. Ich bräuchte eine weibliche Therapeutin da ich mit Männern schlecht darüber reden kann. Eine Therapie in einer Klinik ist meinerseits keine schlechte Idee, da ich ja etwas daran ändern möchte, aber ich bin eine Vollzeitkraft und kann schlecht von meiner Chefin erwarten das sie innerhalb von zwei Wochen eine Vollzeitkraft entbärt. Die Klinik kann das aus organisatorischen Gründen nicht anders. Ich habe bis jetzt auch noch nicht über meine Situation und mein Problem reden können. Es fällt mir so schwer darüber zu sprechen. Auch meine Familie weis von all dem nichts. Alle denken ich habe mein Leben im Griff und zu meiner Familie hatte ich lange ein schwieriges Verhältnis ich bin gerade so froh das alles so gut in meinem Leben läuft und das ich das jetzt wieder kaputt mache. Ich bin in einer absoluten Zwickmühle. Ich weis leider nicht we

Ein Gedanke zu „Missbrauch“

  1. Liebe Angie,

    zuerst einmal muss ich mich entschuldigen, dass Ihr Beitrag erst jetzt erscheint. Durch ein technisches Problem war es mir bisher leider nicht möglich, Ihren Kommentar zu veröffentlichen und entsprechend zu antworten.

    Ich kann mir vorstellen, dass es für Sie entmutigend sein muss, jemanden zu finden, dem Sie sich anvertrauen können, weil die psychologische Versorgung in Ihrer Region nicht so ausgeprägt ist. Trotzdem kann ich Sie nur darin bestärken, sich professionelle Hilfe zu suchen und den Mut – aber auch die Geduld – dabei nicht zu verlieren. Denn ist es wirklich wichtig, das Trauma des Missbrauchs zu verarbeiten, um zukünftig ein zufriedenes, vielleicht sogar glückliches Leben führen zu können. Gerade weil Sie mitten im Leben stehen und auch Ihre Träume, Wünsche und Pläne haben, sollten Sie das Vergangene professionell aufarbeiten.

    Ich weiß, dass die Wartezeiten für eine Psychotherapie, die von den Krankenkassen übernommen wird, sehr lang sind. Vielleicht hilft es Ihnen, diese Zeit alternativ zu überbrücken? So könnten Sie z. B. eine Heilpraktikerin für Psychotherapie aufsuchen, wenn akuter Gesprächsbedarf besteht. Allerdings müssen Sie die Kosten für diese selbst übernehmen, was sich aber bei „Hin- und Wieder-Sitzungen“ in Grenzen hält. Es gibt auch gemeinnützige Einrichtungen, wie z.B. Caritas, Diakonie etc., die Beratungsgespräche gegen eine Spende anbieten. Selbstverständlich können Sie auch gerne meine Hilfe in Anspruch nehmen. Sie erreichen mich an meinem Sorgentelefon unter 0900-3 36 36 36 oder Sie vereinbaren einen Termin für eine Beratung per Chat. Natürlich ersetzt das keine Therapie, es sollen lediglich Vorschläge sein, die Ihnen über die voraussichtlich lange Wartezeit hinweghelfen können.

    Liebe Angie, ich hoffe, dass ich Ihnen ein paar nützliche Ratschläge geben konnte. Es bleibt mir nur, Ihnen alles Gute sowie die passende, möglichst baldige Hilfe zu wünschen.

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